Dienstag, 23. September 2008

Kurvenjagd auf Rossis Hausstrecke


Von Ralf Schütze, MotorVision
Valentino Rossi – Serien-Weltmeister, Rekordsieger, als aktiver Rennfahrer schon so legendär wie Giacomo Agostini. Wo Valentino mit einem frisierten Roller fahren gelernt hat, kommen Durchschnitts-Biker voll auf ihre Kosten: Südlich von Rimini auf dem 22 km langen Kurvengeschlängel zwischen Gabicce Mare und Pesaro, das den bezeichnenden Namen „Panoramica“ trägt.

Rossi hat es in seiner Autobiographie verraten: Nirgends hat er so fahren gelernt, wie in Privatrennen gegen seine Jungendfreunde auf der Panoramica – jener kurvigen Landstraße, die elf km von seinem Heimatort Tavullia entfernt an der Adria entlang führt. Laut Rossi „eine schmale, gewundene Straße, und für uns eine Rennstrecke.“ Autobahn und Superstrada („SS 16“) verlaufen parallel.


Wer auf der Panoramica (offiziell „SP 44“) fährt, tut dies aus Spaß an Kurven, Kuppen, kurzen Geraden, extremen Steigungen und Bergab-Passagen und nicht zuletzt wegen des immer wieder schönen Ausblicks auf die smaragdgrüne bis tiefblaue Adria. Die Panoramica beginnt am nördlichsten Küstenzipfel der Region Marken, die an den Süden der Emilia Romagna grenzt – exakt dort, wo die Adriaküste nach den kilometerlangen Sandstränden von Rimini und Cattolica plötzlich bergig wird.
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