Von Thomas Harloff, MotorVision
Es war einer dieser Werbespots, die eine ganze Weile im Kopf bleiben. Das Sushi zerbröselt beim Crashtest ebenso wie die Weißwurst oder das Knäckebrot. Nur das Baguette bleibt heil. Da hat sich Renaults Werbeabteilung ein dickes Lob verdient. Auch beim aktuellen Werbeclip der Franzosen lautet die Botschaft: „Wir bauen baureihenübergreifend die sichersten Autos.“ Folgende Meldung, werbewirksam über zahlreiche Kanäle verbreitet, scheint da gut zu passen: „Für den neuen Renault Twingo ist ab sofort der Schleuderschutz ESP verfügbar. Gegen einen Aufpreis von 300 Euro kann das Sicherheitssystem für den 1,2-Liter-Benzinmotor mit den Leistungsstufen 56 kW/76 PS und 74 kW/101 PS sowie für den 1,5-Liter-Selbstzünder mit 47 kW/64 PS bestellt werden.“
Schön und gut. Aber wieso nur gegen Aufpreis? Gerade in den kleinen Autoklassen kommt es vor allem auf die Kosten an. Kleinwagen werden gerne als günstiger Zweitwagen gekauft und oft von Fahranfängern mit geringen finanziellen Möglichkeiten gefahren. Wenn gespart wird, dann in diesem Fall an der Sicherheit. 300 Euro können beim Kauf nämlich schon zuviel sein. Aber fast noch schwerer wiegt, dass das Basismodell, der 9.250 Euro teure Twingo 1.2 mit 59 PS, weiterhin nur ohne ESP zu haben sein wird.
Also, Renault: Wenn ihr schon so stolz auf Eure sicheren Autos seid, dann seid bitte konsequent. Fünf Sterne im Crashtest sind eine feine Sache, aber ein verhinderter Unfall ist im Zweifelsfall doch die gesündere Lösung.
Quelle: GlobalPress/mid





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