Freitag, 22. Februar 2008

Der Matchbox-McLaren



Der Deutsche an sich gilt gemeinhin als geduldig. Und zäh, denn wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, bringt er es auch zu Ende – in den meisten Fällen erfolgreich. Insofern konnte ein solches Projekt nur von einem deutschen Bastler kommen: Ein McLaren-Mercedes in Originalgröße, vollständig aus Streichhölzern gefertigt. Michael Arndt muss eine Engelsgeduld und vor allem verständnisvolle Ehefrau haben, schließlich hat er etwa sechs Jahre gebraucht, um den hölzernen Formel 1-Boliden fertig zu stellen. Die Materialkosten dagegen haben sich mit gut 6.000 Euro in Grenzen gehalten. Schließlich sind Leimtuben und Strechhölzer eher günstige Bastelartikel, auch wenn Arndt von Ersterem 1.686 und von Letzterem rund 956.000 gebraucht hat. Und der findige Bastler hat auch an die Refinanzierung gedacht: Der Streichholz-Renner ist stabil genug, um einen Piloten im Cockpit aufzunehmen. Zudem kann der „Matchbox-McLaren“ in 45 Einzelteile zerlegt werden. Gut möglich also, dass der Bolide demnächst die heimische Küche – diese dient ihm derzeit als „Garage“ – verlässt und auf Tour geht. Auch wenn wir von Motorvision ein Formel 1-Auto lieber fahren als aus Streichhölzern nachbauen würden: Glückwunsch zu dieser Leistung, Herr Arndt.

[Quelle: Thema: Winding Road Foto: Bornrich.org]