Dienstag, 19. Februar 2008

30 Jahre ABS


[mid/hh / Thomas Harloff, MotorVision]

Das elektronische Antiblockiersystem ABS feiert seinen 30. Geburtstag. Schon 1978 beginnt der Automobilzulieferer Bosch mit der Produktion der Stotterbremse für Autos.

Das elektronische Antiblockiersystem ABS ist heute aus dem Automobilbau nicht mehr wegzudenken und neben dem ESP das wichtigste aktive Sicherheitselement. 1978 kommt es erstmals zum Einsatz – gegen Aufpreis bietet Mercedes-Benz das System in der S-Klasse an. Wenig später zieht BMW nach; die 7er-Reihe kann optional mit ABS ausgerüstet werden. Doch es dauert eine ganze Weile, bis es ein Hersteller in die Serienausstattung integriert: Ford rüstet den Scorpio ab 1985 ohne Mehrkosten mit ABS aus. Bis jetzt hat sich das glücklicherweise geändert: Heute werden drei Viertel aller weltweit produzierten Kraftfahrzeuge mit ABS ausgerüstet.

Das System verhindert das Blockieren der Räder, wodurch das Auto auch bei starkem Bremsen oder rutschigem Untergrund den Lenkbewegungen des Fahrers folgt. Das Fahrzeug bleibt stabil und der Fahrer kann das Hindernis umfahren. Zudem hat die Technik den Weg für weitergehende Regelsysteme wie der Antriebs-Schlupfregelung ASR und dem Schleuderschutz ESP geebnet; beide elektronische Fahrhilfen bauen auf dem ABS auf.